Montag, 4. November 2013

Stagnation

wie der stein im bach
stehe ich im menschenstrom
aussicht ist der einblick
genau wie auf dem fernsehturm


gedanken hangeln sich
entlang des morschen fundaments
ketten pendeln hin und her
ihr anker abgetrennt


die zeitliche instanz
zwischen fallen und schweben
räume haben keine luft
nur unbestimmte beben

Samstag, 26. Oktober 2013

Nur zu Besuch.

Ursprünglich komme ich nicht aus einer Großstadt. Es zog mich erst, wie einen Großteil meiner Generation, zum Studium dorthin. Ehrlich gesagt komme ich nicht einmal aus einer Stadt. Ich wohnte in einer Vorstadt. Wobei die angrenzende Stadt eher eine Kleinstadt ist. Wenn man das zusammen zählt, komme ich also aus einer "Vorkleinstadt". So würde sich niemand in Berlin vorstellen. Die härtesten Fakten, die dunkelsten Geheimnisse am Anfang von etwas Smalltalk vor sich auszubreiten kommt meistens nicht gut an. Sätze wie Ich war mal Crystal-Meth abhängig kann vieles zerstören.
Stellen wir uns den Dialog zwischen Rick und Kaptain Renault in Casablanca etwas umgedichtet vor, um das gesagte zu unterstreichen: Rick sieht dem Kaptain in die Augen und sagt I think this is the beginning of a beautiful friendship. Der Kaptain antwortet seinerseits Well, then you should now that i am from Brandenburg. My Vather never told me, he was proud of me.
Ich meine, ich fände das toll. Rick aber bestimmt nicht.
Es reicht jedoch nicht, aus einer Kleinstadt zu kommen. Ich komme nicht aus irgendeiner Kleinstadt, ich komme aus Bremerhaven. Das ist den meisten Leuten nicht so geläufig. Zum Glück. Man könnte es auch als die arbeitslose Proletariatsecke Bremens bezeichnen. Arbeitslos, weil die offizielle Zahl bei 27 % liegt. Die steigt natürlich ständig. Arbeitslose haben viel Zeit, sich zu vermehren. Natürlich hat man als Bremerhavener Arbeitsloser auch Verpflichtungen wie kriminell und drogenabhängig zu werden, wenn aber erst mal kein Pfand mehr auf der Straße liegt und man sich nicht gewaschen hat, wird es Zeit für die Kneipe oder die Bänke vor dem Hauptbahnhof, um verwirrten Touristen direkt zu zeigen, wo sie hier gelandet sind.
<Bremerhaven, du Eddel. Geh mal ne Runde um´ Pudding, aber vergiss mol dein Teli nicht. Digger.
Die Kriminalitätsrate ist übrigens die dritthöchste Deutschlands.
Wenn es dir in Berlin mal schlecht geht, dich das Grau und die Anonymität ankotzt, dann fahr nach Bremerhaven. Du wirst niemals wieder so froh gewesen sein, nicht angesprochen zu werden. In Marzahn wirst du dich sicher fühlen. Obdachlose wirst du fortan für die gesunde Mittelschicht halten.
Ich fuhr vor einiger Zeit wieder in die Heimat. Ich kam am Hauptbahnhof an, Bahnsteig Nummer drei. Es gibt dort nur Bahngleis zwei und drei. Die fetten, ungewaschenen Typen mit rosanen Unterhemdenbegrüßten mich freundlich. Als Einheimischer weiß ich mich in diesen Situationen jedoch korrekt zu verhalten. Es gibt Codesätze und Körperausdrücke, mit denen man reingelassen wird. Der Stand muss breitbeinig sein, um deine Männlichkeit auszudrücken. Ob du männlich oder weiblich bist, ist in diesem Fall egal. Anschließend gib etwas von dir, was du vorher am Vormittag auf Sat1 oder RTL gehört hast. Ein weibliches Beispiel, der Emazipation halber:
Fremder: <Ey Süße, willste nicht mit...zu dir?>
Antwort: <Tam werd dir gleich meinen Fotzendübel in deine hässliche Fresse ballern, Hurensohn. Vallah mach nicht so!>
[A. d. Hrsg. : <Mit meiner Mithilfe entschlüpft mein Tampon gleich meinem weiblichen Geschlechtsorgan und wird sich einen Weg in deine orale Zone bahnen. Lass mich bitte in Ruhe.> ]
Es gibt natürlich auch Probleme, die man nur als Einheimischer besitzt. Wie z.B, dass man Leute kennt. Als ich ankam und auf den Bus wartete, traf ich einen völlig betrunken Mittzwanziger, der eine Heckenschere in der Hand hielt. Es war 16:30 und er wollte nach Hause, weil er sein Geld in der Spielothek [A. d. Hrsg. „Spielo“] verloren hatte. Er kannte mich, ich ihn nicht. Zum Glück stieg ich in einen anderen Bus. In der letzten Reihe saßen die "coolen Kids". Cool hieß in diesem Fall betrunken, mit Fussballtrikos bekleidet und verdammt penetrant. Aber ein abwechslungsreiches Sexualleben hatten die Jungs vorzuweisen. Ich weiß das, weil sie sich ununterbrochen darüber austauschten. Ich befand mich währenddessen mittig im Bus. Die Reaktion der Mutter mit dem siebenjährigen Jungen etwas weiter vorn in Bus ließ darauf schließen, dass sie und ihre strahlende Zukunft der Gesellschaft nun ebenfalls im Bilde wären. In meiner Buslinie gab es währenddessen keine Anzeige, welche Station die nächste sein wird. Das braucht man auch nicht, man kennt ja die Strecke. Touristen verirren sich nicht, instinktiv wird ihr Adrenalin sie an die Orte treiben, die für sie geschaffen wurden. Der typische Bremerhavener hält sich davon fern, er kann es sich nämlich nichts leisten und Pfand wird dort nicht stehen gelassen, das wäre unsozial und auf längeren Zeitraum extrem gefährlich. In meinem Bus gab es jedenfalls keine Haltestellenanzeige, dafür jedoch Kameras. Als einheimischer weiß man jedoch, dass diese nicht wirklich aufnehmen. Sie sollen nur abschrecken. Ein Freund von mir wurde einmal im Bus überfallen. Die Tat wurde glücklicherweise nicht festgehalten, wie peinlich wäre das denn auch gewesen? Die Handyaufnahmen der Täter sprengen ja schon fast den Rahmen. So etwas regelt man selbst, man kennt sich ja. Ist man des Nachts in der einzigen Kneipenstraße unterwegs und kommt in eine unglückliche Situationen, dann bringt es nichts, mit dem Handy die Polizei zu rufen. Man kann es gleich abgeben. Oder 25 Minuten warten, dann sind sie sofort zur Stelle. Weiß man als Bremerhavener. Die blockieren lieber Busse, mit denen man nach Hause fährt. Razzia in einem Sonnenstudio. Es wird oft fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die kriminellen in Bremerhaven hauptsächlich Produkte von fehlgeschlagener Integration seien. Das stimmt aber nicht ganz. Es sind meistens Deutsche, die sich das erfundene Bild des kriminellen Ausländers zu Herzen genommen haben und sich von nun an mit fehlender Artikulation und einer unnatürlichen Solariumbräune tarnen (in Norddeutschland wird man nicht natürlich braun).

Aber so schlimm, wie es sich anhört, ist es gar nicht. Es gibt auch kulturelle Einrichtungen, zum Beispiel eine Bowlingbahn. Achtung, Insidertipp: Die Bahnen werden nach links teurer, weil sie nicht so ramponiert sind, wie die rechten (jedenfalls war es vor einigen Jahren so, meine Bowlingkarriere endete an meinem zehnten Geburtstag – ich verlor). Beliebte Ziele sind auch das „Auswanderhaus“ und das „Klimahaus“. Dass ihr im Klimahaus wart, solltet ihr den Einheimischen aber nicht erzählen. Es ist so teuer, dass es sich niemand leisten kann. Ich war selbst noch nie da.
Wenn euch das Oktoberfest langweilt, dann geht zum Biermarathon. Das ist ein Event der Jugend. Sucht euch einen Mitstreiter, geht zum Real und holt euch einen Kasten Bier. Anschließend müsst ihr beim Ertönen des Startsignals zum Deich rennen, das sind ca. sechs Kilometer. Auf dem Weg müsst ihr den Kasten tragen und leeren. Wer als erstes mit leerem Kasten ankommt, gewinnt. Wer kotzt, wird disqualifiziert. Diese Events finden übrigens zu jeder Jahreszeit statt. Ich selbst habe es übrigens einmal auf den zweiten Platz geschafft. Da die Bilanz besser als beim Bowling war, blieb ich bei dieser Sportart – irgendwann muss sich jeder spezialisieren.
Den ersten Platz hat damals ein fetter, ungewaschener Typ mit einem Unterhemd der Farbe Rosa gemacht, wenn ich mich recht entsinne. Er hätte eine Auszeichnung bekommen sollen, weil er Oettinger getrunken hat.
Ihr könnt auch das „Columbuscenter“ besuchen. Das hat den Vorteil, dass ihr es von außen nicht sehen müsst. Oder ihr geht aufs „Havenplaza“, lasst euch aber nicht umskaten. Die Skater können nichts dafür, in der Regel ist es zu gefährlich, die „Skateparks“ (wenn man es so nennen will) zu besuchen. Ich plädiere seit Jahren dafür, dass dort Kameras ohne Film zur Abschreckung aufgestellt werden. Wenn ihr nun lust bekommen habt, diese wundervolle Stadt kennen zu lernen, dann fahrt dort hin. Sprecht mich bitte nur nicht darauf an, das hier ist keine Kleinstadt. Ich liebe Anonymität.

Montag, 23. September 2013

zwei Menschen

reißen sich
hin und her
doch nie zusammen

tanzen
zum eigenen lied
auf verschieden hochzeiten

zeigen sich
neue welten
zu kalten schultern

drehen sich
zum beat
im kreis

Freitag, 20. September 2013

Metaphysik

viele suchen
verbissen
nach rissen
im gesamtkonzept

es fehlt wissen
um das anecken
brandflecken
pflastern wege

subversiver seelen
die frage bleibt
trotz unereichbarkeit
was wäre wenn?

Donnerstag, 12. September 2013

Tierversuche und die abstrakte Revolution

Tierversuche sind schrecklich. Wer das nicht glaubt, sollte das Thema einfach mal googlen. Ein Diskussionspunkt ist natürlich die Frage, wie notwendig diese sind. Auf der Peta-Website habe ich einen wunderbaren Einleitungssatz gelesen, der die Fehler der Befürworter herauskristallisiert. Er ist von einem sogenannten Professor Charles R. Magel:

“Fragen Sie die Experimentatoren, warum Sie Versuche an Tieren machen und die Antwort ist: Weil Tiere wie wir sind. Fragen Sie die Experimentatoren, warum es moralisch vertretbar ist, Tierversuche durchzuführen und die Antwort ist: Weil die Tiere nicht wie wir sind. Der Tierversuch ist ein logischer Widerspruch in sich."

Stelle ich mir jedoch vor, dass meine Mutter an Krebs/Aids/was auch immer erkrankt und ein Heilmittel nur durch Tierversuche gefunden werden kann...Dann ist das ein Worst-Case Szenario. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Statistik, so nützlich und fortschrittlich sie auch sein mag, ist eine Art Abstraktion. Wir lernen es, damit umzugehen und diese auszublenden. Würden wir das Leid auf der Erde, dass erstens so anschaulich in Zahlen verpackt - und zweitens so leicht vermittelt wird, wirklich wahrnehmen und realisieren, dann hätten wir nicht mehr viel Lebensfreude.
Ein Beispiel: Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind, weil es nichts zu essen hat. Kann einem schon den Tag versauen, wenn man wirklich darüber nachdenkt.
Das Problem an der Statistik und der damit einhergehenden Abstraktion sind die Reaktionen. Man muss hier, wie so oft im Leben, ein Mittelmaß finden. Das bedeutet, dass man vorzugsweise nicht mit Depressionen, aber eben sowenig mit Gleichgültigkeit und Akzeptanz reagieren sollte.
Eine Handlung als Reaktion wäre wohl das wünschenswerteste.
Mit Stammtischparolen wie „Die da oben […]“ , „Es ändert nichts, wenn ich allein […]“ , oder: „Wenn man mich einen Tag in den Bundestag setzen würde, dann […]“ setze ich mich hier nicht auseinander. Jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt, was er da verbal von sich gibt, findet selbst passende Antworten darauf.
Wie sollte man also reagieren? Die Industrie (so etwas zu schreiben fühlt sich zugegebenermaßen auch ein wenig nach Stammtisch an) richtet sich nach den Verbrauchern. Sie ist von uns abhängig, mehr als wir es von ihr sind. Der Stammtisch sagt: „Da hängen Arbeitsplätze dran!“. Die Vernunft sagt: „Die werden umverteilt, wenn die Verbraucher das wollen.“ Wenn man sich um seinen genetischen Fingerabdruck sorgt, dann wird man kein Iphone S5 kaufen. So einfach ist das. Ich glaube, dass die Industrie sich nichts schlimmeres vorstellen kann, als Bürger, die bewusst einkaufen. Man muss keine Zeitungspresse anzünden, es reicht, wenn man sie einfach Boykottiert. Wobei das Blatt, welches ich nun BILDlich im Kopf habe, sich nicht mehr Zeitung nennen darf. Die wünschenswerte Reaktion wäre also die Tat, dass man bewusst einkauft. Wenn Heineken Hundekämpfe als Werbemaßnahme veranstaltet, dann sollte diese fruchten: Boykott. Wenn Nestlé seit Jahren für die Trinkwasserprivatisierung wettert, dann sollte man reagieren: Boykott.
Engagierte Organisationen wie die PETA machen es einem dabei um einiges leichter. Jedes Jahr wird auf deren Website eine Liste mit Herstellern veröffentlicht, die sich bewusst gegen Tierversuche aussprechen. Wem es zu anstrengend ist, sich damit zu beschäftigen, kann einfach bei dm die Alverde -Reihe kaufen. Die Marke ist dieses Jahr komischerweise nicht mehr aufgeführt, besitzt aber bei den meisten Artikeln ein „Vegan“ Logo, welches garantiert, dass die Produkte nicht an Tieren getestet wurden und ohne tierische Inhaltsstoffe hergestellt wurden. Die schlechte Nachricht: Das Haarwax und – Spray sind nicht empfehlenswert, ich habe es heute getestet. Sobald ich eine gute Alternative gefunden habe, werde ich sie hier aber veröffentlichen. Shampoo, Waschlotionen, Cremes usw. sind aber definitiv klasse. Außerdem sind sie nicht teurer, oft sogar günstiger, als reguläre Produkte.
Es war noch nie so einfach, ein Statement zu setzen und selten so leicht, eine feste Position zu beziehen. Hier geht es nicht um Tiere, die eventuell die Menschheit retten, indem sie leiden (wobei ich nicht denke, dass das möglich ist!) , sondern um Kosmetikprodukte. Das Ziel sollte es sein, nicht mehr gestylte Haare mit der „Dreiwettertaft“-Haarspraydose zu Assoziieren, sondern festgeschnallte Katzen mit blutenden Augen. Abstraktion ist oft notwendig, aber Reaktionen sollten trotzdem Rational sein. Wer nicht weiß, was ich meine, sollte einfach mal „Tierversuch“ googeln.

Mittwoch, 11. September 2013

Randgruppe

gefühlsmenschen

emotionen ausgesetzt
rational denken - gedanken lenken
gegenüber verletzt

stimmung gleicht fallender münze
kopf oder zahl - top oder qual
gleichbleibende wünsche

willkürliches blattwenden
lieben|hassen - missfallen|passen
so kann jeder tag enden



Freitag, 6. September 2013

Die zwischenmenschliche Gondelfahrt

Wir investieren in nichts so viel Zeit, wie in zwischenmenschliche Beziehungen. Selbst andere Beschäftigungen beziehen sich indirekt auf unser Ansehen, unser Umfeld, unsere Zufriedenheit – denn gerade die steigt und fällt mit dem Verhalten anderen.
Es ist nicht so, dass wir es allen Recht machen wollen. Trotzdem scheint es geheuchelt zu sein, wenn jemand behauptet, dass ihm alle anderen egal wären. Vielleicht soll gerade diese Einstellung imponierend wirken. #Yolo. Ein Paradoxon.
Häufig selektiert man die anderen. Wir suchen unsere Umfelder danach aus, wie wir selbst gerne wären. Wenn wir dann den Erwartungen der Anderen gerecht werden, erfüllen wir auch die eigene. Das „Ich“ und das „Wir“, muss also nicht immer getrennt werden. Da wir sowieso nicht alle Facetten des Lebens mit jedem Teilen, inszenieren wir uns „Teilgemeinschaften“. Teile des Selbstbildes, Bruchstücke der eigenen Auffassungen, Beschäftigungen, Lebenseindrücken. Besitzt man eine ähnliche Sichtweise auf die Welt, dann sind das gute Voraussetzungen. Ist man empfänglich für die unbekannte Sichtweisen der anderen, dann sind es noch bessere. Ein Großteil des Wissens, des eigenen „Ichs“ wird nicht in Universitäten oder Büchern aufgenommen. Auch diese sind lediglich Arbeitsmedien, mit dem Unterschied, dass das Ziel klarer Umrissen ist. Es entsteht aus Ereignissen, aus dem Teilen von Erfahrungen. Wir reden schlicht und ergreifend mehr, als wir lesen. Dabei ist die Art der Wahrnehmung stets eine andere, Pluralismus genannt. Mit solchen Begriffen findet man lediglich einen Ausdruck dafür, was jeder Mensch tagtäglich praktiziert. Er hat das Rad also nicht neu erfunden, sondern es nur Skizziert. In eigenen Kulturkreisen, aus den eigenen Wurzeln ist es einfacher, Übereinstimmungen zu bekommen. Deshalb gibt es quantitativ mehr Zusammenhalt in eigenen Milieus. Ich distanziere mich davon, das ganze zu bewerten. Es ist einfacher, aber nicht besser.
Ein Beispiel für die Sichtweise: Vor einiger Zeit saß ich mit einem Freund nachts an der Spree, wir tranken ein paar Biere und tauschten uns aus. Irgendwann bemerkten wir die Baustelle auf der Straßenseite hinter uns. Sie war groß, es wurde mal wieder ein Hochhaus gebaut in Berlin. Also eigentlich nicht der Rede wert. Auf ihr stand ein sehr hohen Kran. Es war inzwischen ungefähr ein Uhr nachts, in der Woche. Dann hörten wir das Kreischen und konnten nicht so recht zuordnen, woher es kam. Bis wir eine große Gondel an dem Kran sahen, in der ungefähr zwanzig Leute platz fanden. Er drehte sich und die Leute mussten einen fantastischen Ausblick haben. Das kam mir jedenfalls als erstes in den Sinn. Wir sahen einen Moment zu und schließlich sagte mein Freund: „Ich weiß, das klingt jetzt etwas abgedroschen und klischeehaft, aber selbst mit einer Baustelle, die tagsüber nicht betreten werden darf, wird in dieser Stadt mitten in der Nacht Geld verdient.“
Ich verstand, ich konnte nachvollziehen und freute mich über den Hinweis auf das Offensichtliche, was ich bis dahin nicht bemerkt hatte. Oder, was ich mir unterbewusst abgewöhnt hatte, da sowieso nur schlechte Laune daraus resultiert. Jedenfalls war es nicht der erste Gedanke, der mir in diesem Moment kam. Mehr blieb dazu auch eigentlich nicht zu sagen.
Wir beide haben eine relativ ähnliche Lebensgeschichten, wir verstehen uns und haben nicht zu unterschiedliche Eindrücke von der Welt gesammelt, sodass man nicht bei jeder Kleinigkeit aneinander prallt. Man sensibilisiert sich auf ähnliche Problematiken und besitzt zwar Diskussionsstoff, stimmt aber grundsätzlich überein. Unsere Milieus sind ähnlich.
Schwieriger und teilweise interessanter wird das ganze, wenn Unterschiede deutlicher Hervorstechen. Es gibt dabei zwei unterschiedliche Konzepte, bzw. Ansichten, die ich interessant finde. Der Kulturbegriff ist ist natürlich unglaublich breitgefächert, von der Subkultur zur Jugend- und Joghurtkultur. Da man daraus Stunden an Gesprächsstoff ziehen und selbst bei Masterarbeiten selektieren muss, beziehe ich mich lediglich auf zwei Ansichten.
Die Interkulturalität besagt, dass Kulturen homogene Einheiten seien, die zwar interagieren können, aber grundsätzlich Unterschiedlich seien. Wenn man also z.B. die Sprachbarriere überwunden hat, bleibt das Gesagte inhaltlich auch künftig so andersartig, dass man es nicht nachzuvollziehen wäre. Stellen wir uns einen Bänker und einen Kommunisten im Gespräch vor, die so ungleiche Auffassungen haben, dass sie den anderen letztendlich für verrückt halten würden.
Dagegen steht die Transkulturalität. In dieser treffen sich die Subjekte, ohne, dass die Grenzen von Religionen, Traditionen oder Nationen gezogen wurde. Der Differenzen werden durch die dynamischen Netzwerke, in denen wir uns bewegen, geprägt. Deshalb sind wir alle transkulturelle Wesen, wir mögen japanisches und amerikanisches Essen (Stichwort: Essenskultur) und können Gedankengüter von überall her online bestellen. Vieles von dem, was ich hier schreibe, sind Gedanken eines gewissen Jörg Sandkühler, wenn ich sie auch umformuliert habe. Nur des Gewissens halber, Ehre, wem Ehre gebührt.
Das würde auch die Konflikte erklären, in die wir mit unseren Mitmenschen geraten. Einige Auffassungen sind nicht kompatibel. Wir haben nicht grundsätzlich Recht, wir haben andere Meinungen. Jeder, der schon einmal lange diskutiert hat, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen, weiß, was ich meine. Was wir nicht verstehen, verstehen wir nicht. Wir können es versuchen, können uns austauschen, aber eine „Nachvollziehbarkeitsgarantie“ gibt es nicht. Manchmal reicht es deshalb, mit dem Kopf zu schütteln und aus stillem Protest nicht in die Gondel zu steigen. Mehr bleibt einem nicht übrig.

Montag, 2. September 2013

Tipp: http://heimatzine.blogspot.de

Mit freundlicher Genehmigung des Heimat Zine Teams.

Es gibt zu wenig Macher. An Ideen magelt es meistens nicht, aber an der Umsetzung wird oft gespart. Ob es nun daran liegt, dass es zu wenig Zeit für zu viele gute Einfälle gibt, oder es schlicht und ergreifend Faulheit ist - das "Wir sollten..." ist zahlreich schon das Ende der Geschichte gewesen.
Um so erfreulicher ist dafür, wenn eine Aktion wirklich einfach mal durchgezogen wird. Vor ein paar Monaten erzählte mir so eine Freundin, dass sie ein Magazin rausbringen wolle. Weniger Auflage, umso mehr Herzblut sollte es enthalten. Das Thema für die erste Ausgabe wäre "Heimat".
Kurze Zeit später bekam ich die Möglichkeit, selbst etwas dazu beitragen zu können. Also schrieb ich einen kurzen Text, ohne mir insgeheim viel davon zu erhoffen (-> Text "Heimat", hier ebenfalls veröffentlicht). Und plötzlich stand die Releaseparty des Magazins vor der Tür, eine nette, kleine Location mit Luftballons, Kuchen, Getränken und Livemusik. Überraschend gut, genau wie das Konzept: Jeder kann etwas einreichen, von Fotos zu Texten, so wird sichergestellt, dass eine möglichst große Bandbreite von Eindrücken vorhanden ist. Interessant ist, wie viele unterschiedliche Assoziationen bei solchen Begriffen freigerufen werden und wie viel gesagt werden kann. Mit reger Teilnahme und noch mehr Engagement wurde die Idee umgesetzt. Das Resultat ist ein ansehnliches, liebevoll gemachtes Magazin, handgemacht und qualitativ hochwertig. Die erste Auflage ist bereits ausverkauft, auf dem Blog könnt ihr euch aber durch die virtuelle Ausgabe klicken - kostenlos.
Doch damit nicht genug, der Aufruf für die zweite Ausgabe ist bereits veröffentlicht und wieder kann jeder teilnehmen, das aktuelle Thema ist "Essen". Natürlich nur im weitesten Sinne, alles was persönlich damit in Verbindung gebracht wird, bekommt sicher auch einen Platz im neuen Heimat Zine. Einen Blick zu riskieren lohnt sich alle mal, ich freue mich jedenfalls auf die zukünftigen Erscheinungen, denn:
die Heimat Zine Leute sind nicht nur Macher - es sind Gut Macher.

Sonntag, 1. September 2013

Du hast...

füße die dich tragen
über glühende kohlen
einen kopf zum hinterfragen
auf leisesten sohlen

ohren die vernehmen
was wirklich gemeint ist
und hände die geben
bis zwei plötzlich eins ist

augen die sehen
was wahrheit heißen kann
und haare die stehen
geben windrichtung an

finger die tasten
kleinste unebenheiten
mit mund leise schmatzen
er deutet die Zeichen

arme die drücken
und bei sich behalten
lippen die entzücken
und einigkeit zeigen

schultern die hieven
die schwersten gewichte
einen körper zum lieben
schreibt deine geschichte

Donnerstag, 22. August 2013

Heimweg-Fiasko

mit nahverbindungskarten
rückfahrt planen
auf s-bahn warten

gestresst beklagen
haltestelle verschlafen
haltestellen raten

route mutmaßen
angestellten fragen
zu hause aufatmen

Dienstag, 20. August 2013

Schlafmangel

in einem labyrinth
aus gedankengängen
spüre ich
meine gedanken rennen

kann nicht einmal
gedanken lenken
geschweide denn
zu ende denken

Samstag, 17. August 2013

Naivität

Vor kurzem stellte ich mir die Frage, wie viel Naivität im mittleren Alter legitim ist. Wenn man in den zwanzigern steckt, auf der Suche nach sich selbst, spielt diese anscheinend einen große Rolle. Sie unterscheidet die abgeklärten Realisten von den abgehoben Träumern. Es gibt dabei jedoch kein festes Schema, in vielen verschiedenen Lebenslagen muss man sich bewusst mit ihr auseinander setzen, wenn man sein eigenes Handeln für sich selbst (und andere) begründen will. Ob es nun um die Frage geht, ob man sich sichtbar Tattoowieren lassen sollte, ob es um Beziehungen auf Zeit geht, oder darum, mit oder ohne Ehevertrag zu heiraten, um die Vielfältigkeit zu betonen. Meistens kommt sie ins Spiel, wenn man sich Gedanken über die Zukunft stellt. An den beiden Enden des Graphen stehen dann das „Lebe für das Heute“ und die „Sicherheit im Morgen“.
Sie geht mit der Entwicklung einher, in jungen Jahren handeln die meisten Menschen eher idealistisch, während später häufig der vernünftige Realismus, die Anpassung an die Umstände, der Kompromiss wichtiger wird. Später hört man mit dem Rauchen auf. Lifestyles werden enttarnt, oder man flüchtet sich in sie.
Alles in allem ist es kompliziert gestellt, um die Naivität.
Man muss natürlich die bewusste von der unbewussten trennen. Konstruiere ich mir die Welt bewusst so, weil es mir möglich ist, oder ist sie von anderen so konstruiert und ich füge mich unbewusst? Bin ich mir über die Konsequenzen bewusst, oder stehe ich unversehens vor dem Affekt? Bin ich im Moment des worst-cases überrascht? Am Beispiel des Tattoos: Habe ich mich in dem Bewusstsein stechen lassen, dass ich mir mit dieser „Handlung der Selbstverwirklichung“ vielleicht andere Türen schließe, wie z.B. einen guten Eindruck bei konservativen Eltern meiner zukünftigen Freundin zu erwecken, oder einen Job in der Bank zu bekommen?
Kommt der Tag der Trennung in der „Beziehung auf Zeit“ plötzlich und es schmerzt völlig unerwartet, oder war ich mir dessen von Anfang an bewusst und habe es trotzdem zugelassen?
Mit solchen Fragen lässt sich leicht klären, um welche Art der Naivität es sich handelt. Ich unterstelle natürlich, dass es so etwas wie die bewusste Naivität überhaupt gibt. Ich denke, dass sie aus einer Mischung von Idealismus und Selbstlüge besteht. Natürlich leidet man im worst-case immer, sonst wäre es nicht der schlimmste Fall. Was entscheidend ist, wird der Grad der Überraschung sein. Und natürlich der Heftigkeit dieses Szenarios. Aus diesen lernt man, zieht Schlüsse und wird es beim nächsten Mal vielleicht anders machen, wenn man vor der Wahl steht. Oder man macht es beim nächsten Mal genau so, weil es die anschließende Schicksalsrechnung wert ist. So oder so wird mit den Szenarien, mit den Erfahrungen die man sammelt, langsam die unbewusste zur bewussten Naivität. Was bleibt, ist Erinnerung. Und das bessere Einschätzen beim nächsten Mal. Denn die Zukunft steht schon vor der Tür.

Donnerstag, 15. August 2013

In der S-Bahn

Hier noch ein Text aus dem letzten Jahr, viel Spaß damit! Auch hier sind Kommentare natürlich sehr gern gesehen! :)

In der S-Bahn
Situation verändern sich. Angeblich sind Saturation genau wie Schneeflocken. Es sollen keine zwei identischen existieren. Man kann es natürlich nicht beweisen, aber man kann daran glauben. Jeder Moment ist einzigartig, in exakt dieser Konstellation gab es nie einen anderen und ein zweiter wird nie erschaffen werden.
Der Glauben ist wichtiger, als sich viele Rationalisten eingestehen wollen. Jede Idee besteht aus glauben, und aus Ideen entstehen Ideale. Menschen haben ein Verlangen, nach dem nicht-greifbarem. Dem Etwas.
Oft sitze ich nachts in der S-Bahn und beobachte die Leute. Ich versuche mir dann vorzustellen, was sie gerade empfinden. Dass ihren unergründlichen Mienen nur wie eine unberührte Wasserfläche ist, hinter denen stille Wesen Namens Erinnerungen ihre Wege bahnen. Regungslos richtigen sich ihre Augen gegen die surreale, nächtliche Außenwelt, welche hinter dem spiegelnden Glas verborgen liegt. Laternen und Werbetafeln rasen wie Sternschnuppen vorbei. Ein Augenzwinkern und sie hätten für diese Menschen nie existiert. Auch so tun sie nichts zur Sache. Die rhythmisch vorbeiziehenden Lampen sind wie der pulsierende Herzschlag der Stadt. Nur ein Augenzwinkern und das Herz macht einen Satz. Ab und zu kreuzt sich der Weg mit einer anderen Bahn, ein helles Strahlen, wie ein Adrenalinschub. Durch die Kollisionen der Luftströme geht ein Ruck durch den metallenen Körper des Kolosses, wie ein Muskelzucken, kurz vor dem Einschlafen. Ein winziger Moment der Stille, kaum wahrnehmbar, dann geht es wieder weiter.
Die Augen der Menschen bemerken die Außenwelt kaum. Von der Realität bleibt nur eine schemenhafte Spiegelung ihrer Selbst. Bei absoluter Stille, wenn es scheint, als würde alles, bis auf die Stadt in einem ewigen notwendigem Frost erstarrt sein, da sind diese Menschen am Regesten. Ihre Gedanken wirbeln umher, oft zwischen wahren, vergangenen Ereignissen und Träumerei im Zwielicht. Von den meisten Tagen bleibt nichts als ein vergessener Kalendereintrag, Nichtigkeiten des Alltags.

Wäsche waschen. 

 Glühbirnen kaufen.

Aus der Kindheit bleiben viele dieser anscheinend banalen Bruchstücke der eigenen Geschichte. Diese vergehen mit der Zeit, aus Kontrasten lernt unser Gedächtnis meist wichtige Saturationen von anderen zu trennen. 

Knotenpunkte.

Eckpfeiler. 

Einige Details bleiben trotzdem bestehen. Und in diesen befinden sich meine Mitreisenden nun. Vollkommen zufällig ausgewählte Ereignisse, ein Rauchring, unbewusst herbeigeführt an einem sonst nicht erwähnenswerten Tag. An einem regnerischen Tag die Straße entlanggehen. Die Dynamik der Musik im Ohr steigert sich und während der ersten Klang des Refrains erklingt, verspürt der Körper plötzlich das Verlangen nach Bewegung, nach dem Kontrollverlust, dem Ausbruch, dem Rennen.
Ich sitze in der S-Bahn. Absolute Stille um mich herum. Die Leute um mich herum versinken in einem Meer aus Vergangenem. Es ist keine Zeit des Schaffens in der nächtlichen Bahn. Es ist Reanimation. Das kann ich natürlich nicht beweisen. Aber ich kann es glauben.

Dienstag, 13. August 2013

Heimat

Heimat ist für mich Vertrautheit. Ein Platz, der so ist, wie ich ihn geschaffen habe. Mit all den Spuren, die man bisher dort hinterlassen hat. Natürlich sind die nicht immer schön, die wenigsten Kanten, Farbspritzer und Macken in Schreibtischen sind gewollt, aber die sind vertraut. Ein Ort, an dem ich mich so ausleben kann, wie ich bin. Mitsamt den Stärken und (noch viel wichtiger) den Schwächen. Stärken versucht man in der Öffentlichkeit und an den meisten anderen Plätzen zu zeigen, Schwäche ist in der Heimat zu Hause. Das Elternhaus ist für viele junge Menschen, so auch noch für mich, der Ort, welcher am Meisten mit dem Begriff Heimat assoziiert wird. Wenn man neu in einer Stadt ist, dann muss die Vertrautheit erst unbewusst erzeugt werden. Ein schleichender Prozess, die ersten Anzeichen sind automatisierte Handlungen, wie z.B. das kontrollieren des Briefkastens oder den Weg von einer Bahnstation nach Hause gehen, ohne sich über diesen Gedanken machen zu müssen. Man kann sich dann auf andere Gedanken konzentrieren. Oft bemerkt man die Heimat erst, wenn man lang an anderen Orten war. Gerüche, die im Normalfall andere Reaktionen heraufbeschwören würden, erwecken tief verankerte Erinnerungen und die dazugehörigen Emotionen. Kalter Rauch, salzige Luft, Kaffeedunst und Hund sind das in meinem Fall. In den ersten (nicht eigenen) vier Wänden sind haufenweise Entwicklungsstadien zu betrachten, Spuren des eigenen Lebens, der Selbstfindung. Flecken auf dem Teppich, Poster von pubertären Interessen. Die Fußabdrücke der Entwicklung, zur Materie gewordene Reflexion. Ergebnisse des „sich-fremd-werden“. Später wird das Heim im klassischen, gesellschaftlichen Sinne ein neues, wenn es mit einem anderen Menschen bereichert ist. Einer Person, der man vertraut, in dessen Gegenwart man sich authentisch verhalten kann. Auch hier sind Schwächen und Stärken wichtig, bei der anderen Person glaubt man um beides zu wissen, im besten Fall natürlich auch über die Eigenen. Jedenfalls existieren auch hier wenig Überraschungen, die Heimat ist kein Ort des Erschaffens, es ist oft eine Auszeit davon. Entspannung und Ruhe, Geborgenheit. Den zweiten Ort habe ich glücklicherweise noch nicht kennen gelernt, aber ich stelle ihn mir gern so vor. Die Zukunft komm von allein.

Der erste Beitrag, oder: Die Milchmädchenrechnung eines Bloggers

“Was sollte man in einem ersten Eintrag schreiben?” schoss es mir durch den Kopf, nachdem ich beschlossen hatten, diesen Blog zu eröffnen.
Davon würde immerhin eine ganze Menge abhängen, ich sollte ihn also mit Bedacht verfassen. Es ist ein Meilenstein in einer bisher ungeschrieben Geschichte – oder würde zumindest einer werden, wenn dieser Blog erst mal Erfolg haben würde. Tausende von Menschen würden diesen ersten Eintrag lesen, wobei es natürlich auf die Einstellungen der Anzeigeoptionen ankäme. Würde er direkt von meinem nächsten Beitrag verschoben werden, wäre es also gar nicht so wichtig. Vielleicht sollte ich auch gar keinen neuen Post verfassen, sondern einfach einen altbewährten Text verwenden. Fliegt ja genug auf der Festplatte rum. Wenn mir natürlich utopischerweise etwas passendes einfallen würde…Möglichweise sollte ich auch einmal auf andere Blogs linsen und sehen, wie es dort gemacht wurde. Das könnte aber auch meinen eigenen Stil beeinflussen, wenn ich nun noch mehr lesen würde…
Gedanken spielen sich sehr oft im Konjunktiv ab. Jedoch fiel selbst mir, dem Urheber dieser Gedankengänge, auf, dass sie aussschließlich im Konjunktiv waren. Ein ewiges was-wäre-wenn Spiel in meinem Kopf, im Endeffekt hatte ich nach vier Tagen immer noch keinen Blog. Schluss damit! Ein bzw. mein Blog braucht keine klare Struktur. Einige Beiträge werden durch reichliche Überlegungen entstehen, andere spontan aus dem Affekt. Vielleicht gibt es ein Foto zu dem Text, vielleicht auch nicht.
Und so entstand dieser erste Betrag nun an einem Samstag Abend, auf dem Weg zur Schönhauser Allee. Anschließend kam der Kumpel, mit dem ich auf ein Bier verabredet war, zu spät. Deshalb hatte ich noch mehr Zeit, um den Text in mein Ebook zu tippen und anschließend keinen Gedanken daran zu verschwenden. Oder vielleicht doch, wenn mein planloses Konzept… “Ach was solls, genug Konjunktiv” dachte ich, während ich auf *Veröffentlichen* klickte. “Viel Spaß liebe Welt.”